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Zentralmassiv

Es war eine wunderschoene Zeit, die wir nach Le Puy im franzoesischen Zentralmassiv verbrachten. Wir haben uns in der kleinen Stadt einen Pilgerausweis besorgt und bei einer Morgenmesse vom Pfarrer den Pilgersegen geben lassen. Den haben wir auch bekommen, ohne roemisch-katholisch zu sein... ja, und dann sind wir gesegnet und ausgeruht losgezogen.

Die Landschaft in der huegelig-bergigen Gegend hat uns beeindruckt und die Rotmilane haben uns noch lange begleitet. Auch haben wir nun immer wieder Pilger getroffen, Menschen die auch auf dem Jakobsweg unterwegs waren oder sind. In dem wenig besiedelten Gebiet war es uns auch leicht moeglich, Plaetze zu finden um uns Abends ein Feuer zu machen. Das war auch deshalb sehr wertvoll, da die Temperaturen teil sehr gut gesunken sind. So hatten wir noch einige frostige Naechte, bis eines Tages nach vielem Sonnenschein die Wolken wieder aufgezogen sind und der Regen kam. Auf gut 1000 m Seehoehe Ende Oktober, das war sehr frisch und der echt kalte Wind, der aus dem Sueden kam an diesem Tag sagte uns ganz klar: heute suchen wir uns eine Herberge zum Schlafen.

In den Tagen zuvor sind uns schon immer wieder 4 junge Leute aus Frankreich begegnet, die ein Stueck am Jakobsweg gingen. An diesem Tag sind wir dann also erstmals 30 km gegangen, durch Regen und Sturm. Es war total schoen so zu gehen, wissend, dass man einen trockenen Ort erreicht wo man sich wieder waermen kann und die Landschaft war einfach nur beeindruckend. Wir gingen also bis zu dem kleinen lieblichen Ort Nasbinals, wo wir die 4 witzigerweise wieder trafen. In dem Ort haben wir ein Appartement mit 6 Betten bekommen mit Kueche und Bad und hatten einen tollen Austausch an jenem Abend.

Als wir dann ausgeruht weiterzogen und den letzten hohen Pass mit 1300m ueberquerten, haben wir diese Gegend im Aubrac fast etwas traurig zurueckgelassen. Aber so ist das Leben, Dinge kommen und Dinge gehen, so sind wir auch weitergegangen und haben uns auf den Weg nach Figeac gemacht.

Eine Strecke voller Hochs und Tiefs, sehr huegelig eben mit tiefen und waldigen Taelern und Huegeln mit Weideflaechen fuer die Kuehe... naja, der franzoesiche Kaese ist ja beruehmt...da braucht es natuerlich auch viele Kuehe. Nach Nasbinals haben wir dann die Naechte im Freien verbringen koennen, ausser einmal, wo wir von einem sehr freundlichen Pilger eingeladen wurden, die Nacht in einer Gite Donativo zu verbringen. Das ist eine Herberge, wo man so viel zahlen kann, wie man bereit ist zu geben. Der Pilger, Rainer, der urspruenglich aus Deutschland kommt und schon ueber 10 000 km zu Fuss gepilgert ist, konnte uns tolle Geschichten erzaehlen, die uns sehr inspiriert haben.

Gestern kamen wir dann in Figeac an, von wo aus wir heute nach Irun unterwegs sind, mit dem Zug, im Eiltempo. So koennen wir noch einige Zeit auf dem spanischen Jakobsweg verbringen, dem Camino del Norte, und zugleich den Freunden in Portugal naeher kommen, auf die wir uns schon sehr freuen. Wir sind gerade in Toulouse, muessen nun aber weiter um den naechsten Zug zu erreichen; in diesem Sinne euch allen einen guten Weg! (by Daniela)

2.11.11 16:09
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


andrea / Website (4.11.11 20:48)
juhuuuuu!
ihr seid ja sozusagen nur noch wenige tagesreisen von uns entfernt
andrea und familie

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