Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/happycrow

Gratis bloggen bei
myblog.de





Abenteuer inklusive

¡Hola y bienvenido en España!

 Ja, nun sind wir in Spanien angelangt. Nach der langen Zugreise sind wir letzten Mittwoch um 21.30 in Irun angekommen. Dort hat uns als erstes ein starker Wind aus dem Sueden begruesst. Da es schon spaet war, suchten wir ein Plaetzchen, um unsere Schlafsaecke auszubreiten und zu schlafen. Wir wollten gleich am naechsten Tag die Touristinfo aufzusuchen. Dort sollten wir alle noetigen Informationen ueber den Jakobsweg bekommen.

In der Stadt unter freiem Himmel zu naechtigen war eine ganz neue Erfahrung fuer uns. Irun ist jedoch klein genug, um ein ruhiges Plaetzchen zu finden, wie wir feststellten. Und die Infos bekamen wir auch am naechsten Tag. 

So sind wir dann losgezogen in Richtung San Sebastian, einer Stadt im Baskenland. Wir konnten Irun erst Mittags verlassen, da die Oeffnungszeiten in Spanien etwas nach hinten verlegt sind.  

Als wir einen Huegel hoch gingen, sahen wir dann das erste Mal das Meer. Wir gingen an einem Wanderweg einen Berg entlang, bis wir unter einem schuetzenden Baum ein Plaetzchen fuer die Nacht fanden. Dort gleich das Tab aufgespannt, Feuer gemacht und Essen zubereitet, als ein Jogger auf uns zu kam und hoeflich meinte, bei diesem Wind und der Trockenheit sollten wir kein Feuer machen. Wir erklaerten ihm, dass wir verstuenden, ein Feuer zu hueten, woraufhin er sich verabschiedete und wir den Abend noch neben Glut und Flammen verbringen konnten. Wir waren sehr beeinddruckt von seiner freundlichen Art und natuerlich hueteten wir das Feuer den Umstaenden entsprechend.

Am naechsten Tag zogen wir weiter am "Camino del Norte". Der Jakobsweg, der an der Nordkueste Spaniens entlang geht, fuehrt uns nun oefter durch Staedte und grosse Doerfer, waehrend er die Zivilisation immer wieder an Kuestenwegen verlaesst. Ein beeindruckendes Bild- im Sueden die Berge, die in hohe Klippen in das Meer im Norden eintauchen.Dazwischen ein Weg mit vielen Auf und Ab, der uns Richtung Santiago und dann weiter nach Portugal fuehrt.

Bald kamen wir zu einem Dorf am Meer, wo wir mit dem Boot auf die andere Seite fahren mussten, gingen wieder auf einen Huegel und erreichten dann bergabwaerts San Sebastian. Nach einigen Besorgungen dort brauchten wir einige km laenger, um nach San Sebastian einen ruhigen Platz zum Schlafen zu finden. Die vielen Hoehenmeter, die man hier an einem Tag macht, machten unsere Beine schon muede und so waren wir froh, einen Platz direkt am Weg in einem kleinen Wald zu finden. Wir spannten also wieder das Tab und machten ein Feuer, kochten uns Kaffee und jausneten und gerade als wir zu Bett gehen wollten, spuerten wir ein paar Regentropfen.

So suchten wir Schutz unter der Plane in unseren Schlafsaecken und wachten oefters die Nacht auf, wel der Regen so stark war. Noch bevor die Daemmerung einsetzte stellten wir fest, dass der kleine Lehmpfad, dem wir vorhin noch folgten, sich in einen Bach verwandelte. Dieser suchte sich nun seinen Weg durch unseren Schlafbereich.

Es muss wohl ein witziges Bild gewesen sein, als wir im Dunkeln mit der Stirnlampe mitten im Irgendwo einen Staudamm bauten, um den Bach umzuleiten. Denn eigentlich wollte er wohl ins Meer, und das war etwa 100 m noerdlich schraeg unter uns. Dieser Damm half uns dann, noch bis zum Morgen nicht ganz nass zu werden. Wir haben also zusammengepackt, unsere Regenkleidung angezogen und sind losmarschiert.

Da der Regen anhielt war uns klar, dass wir uns fuer die kommende Nacht ein Plaetzchen in einer Herberge suchen wuerden. So haben wir die letzte Nacht in einer sehr gemuetlichen Pilgerherberge in Orio verbracht, wo wir unsere nassen Sachen auch wieder trocknen konnten.

Heute sind wir wieder weiter gegangen, aber nur etwa 2 Stunden, danach war wieder alles nass. Also fuhren wir mit dem Zug ein Stueckchen weiter zur naechsten Herberge, hier in Zumaia, wo ich nun diese Zeilen schreibe. Man sagt, der Regen sei ungewoehnlich stark und rundherum gibt es Ueberschwemmungen. Irgendwie spuert man eine Katastrophenstimmung in der Luft, irgendwie geht das Leben ganz normal weiter.

Dadurch, dass wir so viel Zeit draussen verbringen, haben wir eine ganz andere Sensibilitaet fuer das Wetter entwickelt. Es ist wirklich erstaunlich, wieviel Kraft in den Baeumen und Pflanzen ist, dass sie so starkem Wind standhalten. Stark und biegsam zugleich. Faszinierend, wie die kleinen Singvoegel die Zeit draussen verbringen bei diesem Wetter. Manchmal sieht man sogar im starken Wind diese kleinen und so leichten Voeglein herumfliegen.

Auch sehen wir, wie wertvoll es ist, ein Dach ueber dem Kopf zu haben, einfach nur einen warmen, trockenen Ort...

Eindeutig, seit wir in Spanien sind, erleben wir ein unerwartetes Abenteuer nach dem Naechsten und wir sind echt schon neugierig auf den weiteren Weg.

(by Daniela)

 

 

6.11.11 14:55
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung